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„Zwischentöne, Details, feine Schattierungen der Tongebung entstehen bei [Antje Weithaas] aus der Inspiration des Augenblicks, als ein Klang, der nur ein Mal so entstehen kann, der unwiederholbar und einmalig ist. Insofern ist Antje Weithaas' Spiel nie berechenbar, und gerade das macht es aufregend; immer ist da die Möglichkeit des Neuen. Antje Weithaas gehört zu den großen Geigerinnen unserer Zeit." (FonoForum)
Eine bessere Botschafterin der Musik als Antje Weithaas kann man sich kaum denken. Immer stehen bei ihr die Musik und deren Vermittlung im Vordergrund. Und so gehört sie heute zu den gefragtesten Solistinnen und Kammermusikerinnen ihrer Generation. Ihr weitgefächertes Konzertrepertoire beinhaltet neben den großen Konzerten Mozarts, Beethovens und Schumanns sowie Klassikern der Moderne wie Schostakowitsch, Prokofieff, Hartmann und Ligeti auch selten gespielte Werke wie die Violinkonzerte von Korngold, Schoeck und Gubaidulina.
Engagements führten sie zu renommierten Klangkörpern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Bamberger Symphonikern oder den großen deutschen Radio-Orchestern sowie zu zahlreichen internationalen Spitzenorchestern wie Los Angeles Philharmonic, San Francisco Symphony, Philharmonia Orchestra, BBC Symphony und darüber hinaus zu den führenden Orchestern der Niederlande, Skandinaviens und Asiens. Zu ihren Partnern am Dirigentenpult zählten dabei Künstler wie Vladimir Ashkenazy, Sir Neville Marriner, Yuri Temirkanov, Yakov Kreizberg, Sakari Oramo, Carlos Kalmar und Christian Zacharias. In der Saison 08/09 spielt sie unter anderem das Nielsen Violinkonzert mit dem Tonkünstler-Orchester unter Kristjan Järvi im Wiener Musikverein, Haydn C-Dur-Konzert mit Ensemble Oriol in der Berliner Philharmonie, Beethoven Violinkonzert mit dem Orchester der Staatsoper Hannover unter Wolfgang Bozic, Schostakowitsch Violinkonzert Nr. 2 mit dem Berner Symphonie-Orchester unter Andrey Boreyko, Berg Violinkonzert mit dem West Australian Symphony Orchestra Perth unter Johannes Fritzsch und Karlowicz Violinkonzert mit dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig unter Roman Kofman.
Mit befreundeten Musiker-Kollegen wie den Geschwistern Tetzlaff, Clemens Hagen, Silke Avenhaus, Sharon Kam oder Lars Vogt spielt sie in wechselnden Formationen Kammermusik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Arbeit mit dem Arcanto Quartett mit dem Geiger Daniel Sepec, der Bratscherin Tabea Zimmermann und dem Cellisten Jean-Guihen Queyras. Das Debütkonzert des Arcanto Quartettes fand höchst erfolgreich im Juni 2004 in Stuttgart statt. In den darauf folgenden Spielzeiten war das Quartett zu Gast u. a. im Beethovenhaus Bonn, Wigmore Hall London, Théâtre du Châtelet Paris, Conservatoire Royal Brussels, Alte Oper Frankfurt, Concertgebouw Amsterdam, Philharmonie Köln, Konzerthaus Wien, Auditorio Nacional de Musica Madrid sowie bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen und den Festivals in Edinburgh und Helsinki. In der Saison 06/07 ging das Quartett erstmalig auf Tournee in Japan und Israel, und veröffentlichte im Mai 07 seine erste CD mit Bartoks Streichquartetten Nr. 5 und 6 bei Harmonia Mundi. Das Arcanto Quartett debütiert in der Saison 08/09 beim Tivoli Festival Kopenhagen, dem Rheingau Musik Festival und dem Kunstfest Weimar sowie in der Tonhalle Zürich und der Philharmonie Berlin, und ist erneut zu Gast in London, Paris, Amsterdam, Helsinki und Madrid. Im Frühjahr 2009 erscheint die zweite CD des Arcanto Quartetts bei Harmonia Mundi (Brahms' Streichquartett op. 51 No.1 und Klavierquintett op. 34 mit Silke Avenhaus). Ebenfalls mit Silke Avenhaus hat Antje Weithaas bei CAvi-music zwei hochgelobte Aufnahmen mit Brahms Violinsonaten und Werken von Schubert veröffentlicht, eine dritte CD mit Werken von Saint-Saëns, Ravel und Fauré ist kürzlich erschienen. 2006 erschien bei Capriccio eine Aufnahme von Antje Weithaas und Tabea Zimmermann mit Werken von Mozart und Spohr, die für den Deutschen Schallplattenpreis nominiert wurde.
Mit viereinhalb Jahren begann Antje Weithaas mit dem Geigenspiel und studierte später an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin bei Professor Werner Scholz. Sie gewann 1987 den Kreisler-Wettbewerb in Graz, 1988 den Bach-Wettbewerb in Leipzig sowie 1991 den Internationalen Joseph-Joachim-Violin-Wettbewerb in Hannover. Große Musikalität, Disziplin und Freude am Musizieren setzt sie auch bei ihren Schülern voraus – einige Jahre war Antje Weithaas Professorin an der Berliner Universität der Künste, 2004 wechselte sie an die Hochschule für Musik Hanns Eisler. Antje Weithaas spielt ein Instrument von Peter Greiner aus dem Jahr 2001.
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