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AKTUELLE BERICHTE

Der Bund, 01.06.2010, Michael Matter

Raffinierte Klangwelten

Klangliche Überlegungen haben das Konzertprogramm mitgestaltet, mit dem sich die Camerata Bern im Zentrum Paul Klee vor gefüllten Zuhörerreihen in die Sommerpause verabschiedet. Unter dem schlichten Titel «Kammersymphonie» verbindet das subtil konzipierte Programm Werke aus dem 18. Jahrhundert mit zeitgenössischen Stücken des deutschen Komponisten und Pianisten Rudi Spring. Was dabei gerade im Eröffnungs-abschnitt an klanglicher Vielfalt und Apartheit sich darbietet, ist absolute Extraklasse. (mehr...)


Berner Zeitung , 01.06.2010, Mirjam Bührer

Allerlei Sprünge

Von den Bach-Söhnen über Mozart bis ins Heute: Die Camerata Bern präsentierte sich beim letzten Abokonzert in Bestform.

So genüsslich sind wohl nur die Saiten-Sprünge der Camerata Bern. Mit Werken von Mozart, von zwei Bach-Söhnen und mit einer Uraufführung des deutschen Komponisten und Pianisten Rudi Spring gestaltete sich der letzte Konzertabend der Saison durchaus sprunghaft. (mehr...)


NZZ 30.03.2010, Alfred Zimmerlin

Vollkommen durchhörbar
Andras Schiff und die Camerata Bern
Vor einer Woche hat der Pianist Andras Schiff in seinem Bach-Zyklus in Zürich mit den sechs Partiten von Johann Sebastian Bach brilliert und gezeigt, dass er auf dem modernen Konzertflügel zu den wenigen aussergewöhnlichen Bach-Interpreten unserer Zeit gehört. Nun gibt er in Bern mit der Camerata Bern über drei Jahre einen Zyklus mit sämtlichen Klavierkonzerten Bachs. Dank der Neuen Konzertreihe Zürich kam man auch in der ausverkauften Zürcher Tonhalle in den Genuss des ersten Programms: Die beiden
Konzerte Nr. 5, f-Moll (BWV 1056), und Nr. 2, E-Dur (BWV 1052), wurden Werken dreier Bach- Söhne gegenübergestellt.
Auch dieser Abend: ein Ereignis.(...mehr)


Der Bund 30.03.2010, Marianne Mühlemann
Ein Vater, drei Söhne, vier Welten
Der Funke sprang über: Andras Schiff und die Camerata Bern auf den Spuren der Familie Bach.
Es ist alles Bach, was in diesem Konzert erklingt. Auch da, wo die wohltemperierten Klänge plötzlich in «wohlkolorierte» wechseln. Nicht nur Werke von Vater Johann Sebastian werden im Kultur-Casino Bern aufgeführt, sondern auch von dreien seiner Söhne. Das Bach-Projekt ist ein Auftakt: Andras Schiff , der 57-jährige ungarische Meisterpianist, will die Auseinandersetzung mit Bach bis 2012 zur Trilogie anwachsen lassen. Zusammen mit der Camerata Bern und dem Geiger Erich Höbarth als Primus wird
die Begegnung zum Gipfeltreffen. (...mehr)


Berner Zeitung, 30.03.2010, Oliver Meier

ANDRAS SCHIFF
Der Priester am Klavier

Berauschendes Klangfest: Andras Schiff und die Camerata Bern widmeten sich
im Kultur-Casino der Komponistenfamilie Bach.
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Tages-Anzeiger, 29. 03.2010, Susanne Kübler

Andras Schiff begegnet der Familie Bach

Zürich, Tonhalle - In der laufenden Saison präsentiert Andras Schiff, der Meister der zyklischen Programmgestaltung eine Bach-Trilogie. Im Rahmen der neuen Konzertreihe hat er nun die Perspektive erweitert: mit Bachs Klavierkonzerten in f-Moll und E-Dur und mit Werken seiner Söhne. Begleitet wurde er von der Camerata Bern, die weiss, was Schiff will und braucht: rasche Tempi, scharfe Konturen. ausgeprägte Klangcharaktere. (...mehr)


Der Bund, 02.03.10, Marianne Mühlemann

Man wünschte sich, Mendelssohn könnte das hören

Sternstunde mit der Camerata Bern: Die Geigerin Antje Weithaas und der Pianist Alexander Lonquich bringen das Kultur-Casino zum Vibrieren.

Bloss ein paar Takte und eine Handvoll Töne spielen sie, doch das genügt, dass ein voll besetztes Kultur-Casino den Atem anhält. Genau so muss es klingen. Was für eine Wärme in der Tiefe, welch satter Glanz in den Höhen. Ein brillantes Zusammenspiel: Das setzt Massstäbe. Die Streicherinnen und Streicher der Camerata Bern initiieren den Dialog. Sie schwingen sich auf transparenten Tönen empor in dynamische Bewegungslinien. Man horcht und staunt. (...mehr)


Berner Zeitung, 26.01.10, Herta Stalder

Emotionsgeladene „Kreutzersonaten“

Energiebündel in Aktion: Soloviolinistin Carolin Widmann beugte sich mit

der Camerata Bern über Beethoven und Janacek.

Als der tschechische Komponist Leos Janacek 1923 sein Streichquartett «Kreutzersonate» zu Papier brachte, hatte er das Ehedrama aus Leo Tolstois gleichnamiger Novelle bereits seit Jahren im Kopf. Selber nicht von Ehekrisen verschont, faszinierten ihn wohl die in ihren Verstrickungen gefangenen Figuren, wobei er – im Gegensatz zu Tolstoi – das Schicksal der «armen, gequälten, geschundenen und erschlagenen Frau» im Auge hatte. (...mehr)


Der Bund, 26.01.10, Mariel Kreis

«Beethoven hätte es vielleicht gemocht»

Das 3. Abo-Konzert der Camerata Bern im Zentrum Paul Klee steht unter dem Titel «Kreutzersonate(n)». Naheliegend, dass Beethovens gleichnamiges Werk für Violine und Klavier gespielt wird. Etwas weiter weg liegt die Annahme, dass das wenig bekannte Streichquartett von Leos Janacek mit demselben Namen auch Teil des Konzerts ist. Verwirrend ist das Programm, da die Camerata Bern weder ein Streichquartett noch ein Klavier ist. Aber des Rätsels Lösung ist ziemlich simpel: Die beiden Werken werden in der Fassung des australischen Geigers Richard Tognetti für Violine und Streicher gespielt. (...mehr)



Berner Zeitung , 21.01.10, Oliver Meier

Anwältin der Revolutionäre
Sie spielte Schumann-Sonaten im Techno-Club und mischt als Verfechterin der neuen Musik den Klassikbetrieb auf: Am Sonntag holt die deutsche Violinistin Carolin Widmann mit der Camerata Bern zwei romantische Aufrührer in die Gegenwart. Eine Begegnung.
Eben noch probte sie mit der Camerata Bern im Kulturzentrum Progr, flitzte durch die Streicherfassung von Beethovens «Kreutzersonate». Jetzt sitzt sie in einem Berner Restaurant und beugt sich lachend über ihren Teller: ein Riesenschnitzel – das hätte die Münchnerin der Bundesstadt nun doch nicht zugetraut. Carolin Widmann spricht flink und energisch, mit lebhafter Gestik: von Werken, die sie «niemals spielen» würde. Von ihrer Abneigung gegen den «Mainstream», gegen «süssliche Interpretationen», gegen «Musiker, die sich wichtiger nehmen als Beethoven», und gegen Dirigenten, die sich wie «Diktatoren» aufführen. Von «grosser Kunst» ist die Rede, die sich nicht mit Kompromissen vereinbaren lasse.
Und von ihrem Einsatz für die zeitgenössische Musik, ihrem Unverständnis darüber, dass manche beim Ausdruck «Neue Musik» die Nase rümpfen. (...mehr)


Der Bund, 8.12.09, Michael Matter

Himmlisch

An der Seite der Camerata Bern betörte der Harfenist Xavier de Maistre.

Gerade erst mit dem Echo-Preis für Instrumentalisten ausgezeichnet, gastierte
der aussergewöhnliche Harfenist  Xavier de Maistre am Sonntag mit der Camerata Bern im Zentrum Paul Klee.
Welche Fähigkeiten dem jungen Franzosen innewohnen, zeigte sich gleich in Haydns adaptiertem 11. Klavierkonzert. In natürlichem Fluss entströmten die Klänge der Harfe, alles wirkte unglaublich organisch und sehr feinsinnig. Die Virtuosität, mit der de Maistres Finger über die Harfe huschten, erlaubte nicht
nur ein sehr klangprächtiges, sondern auch durchsichtiges und nuanciertes Musizieren. Und bisweilen war das Spiel derart leise und das Anzupfen so zart, als ob bloss ein feiner Lufthauch durch die Saiten säuselte. (...mehr)


Der Bund, 10.11.09, Patrick Fischer

Antje Weithaas' gelungener Einstand

Just zwanzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer erhält die Camerata Bern eine künstlerische Leiterin, welche ihre Ausbildung in Ostberlin erhalten hat – die Geigerin Antje Weithaas.

In ihrem Einstandskonzert zu Beginn der neuen Saison der Camerata im Zentrum Paul Klee trat sie als Solistin in Karl Amadeus Hartmanns «Concerto funèbre» in Erscheinung. Grundsolide Technik und ein völlig uneitles Auftreten gepaart mit einem breiten Ausdrucksspektrum und gestalterischem Temperament charakterisieren die Musikerin, die augen- und ohrenfällig einen guten Rückhalt in ihrem neuen Orchester gefunden hat  (...mehr)

Berner Zeitung, 5.11.09, Oliver Meier

Star ohne Allüren

Berns bestes Kammerorchester tritt in eine neue Ära: Am Sonntag gibt Antje Weithaas ihr Antrittskonzert als künstlerische Leiterin der Camerata Bern. Die deutsche Violinistin über ihr Image als «Star ohne Allüren», ihr Faible für Extreme und den Tod in der Musik. (... mehr)