angle-left Hamburg - Elbphilharmonie

Hamburg - Elbphilharmonie

Freitag16. Dezember 2022 20.00 Uhr Elbphilharmonie Grosser Saal

Hamburg - Elbphilharmonie

Ilya Gringolts — Leitung und Violine

Programm

Arcangelo Corelli (1653–1764)
Concerto grosso Op. 6 Nr.8 Fatto per la notte di Natale

 

Pietro Locatelli (1695–1713)
Violinkonzert in D-Dur, Op. 3 No. 12 Il Labirinto Armonico

 

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Sinfoniesatz in c-Moll MWV N 14


Niccolò Paganini (1782–1840)
Violinkonzert Nr. 1 in Es-Dur op. 6 (Originalfassung) in einer Bearbeitung für Streichorchester von Bernard Rofe

 

«Expressiver, kompromissloser als Gringolts kann man kaum Geige spielen», schreibt Harald Eggebrecht in der Süddeutschen Zeitung über diesen Ausnahmemusiker. Schon mit 16 Jahren gewann Ilya Gringolts den renommierten Paganini-Wettbewerb. Seitdem stellt er seine Virtuosität in den Dienst feinsinniger Interpretationen. Gemeinsam mit der CAMERATA BERN präsentiert er ein Programm aus der Zeit vom Ende des 17. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, in der die Violinkunst in Italien zur Blüte gelangte: während die Geigenbauer die bis heute wertvollsten und bestklingenden Instrumente schufen, trieben die Musiker ihre Spieltechnik voran.

Arcangelo Corelli (1653-1713) und Pietro Antonio Locatelli (1695–1764) waren als Meister ihres Instruments, Orchesterleiter, Komponisten und Lehrer in ganz Europa höchst einflussreich. Das berühmte Concerto in g-Moll des in der Kulturmetropole Rom lebenden Corelli, bei dem auch Locatelli Unterricht nahm, wurde am Weihnachtsabend 1690 in Anwesenheit des Papstes uraufgeführt. Die eindrucksvollen Capricen und Konzerte von Locatelli haben wiederum Spuren in Werken von Niccolò Paganini (1782-1840) hinterlassen. Mit seinem berührenden 1. Violinkonzert demonstrierte er auch seine übermenschlich erscheinenden technischen Fähigkeiten, für die er auf europaweiten Tourneen als Solist bewundert wurde. Ilya Gringolts und die Camerata Bern spielen das Konzert in der Originalversion in Es-Dur, die – weil technisch noch herausfordernder als die gängige Fassung in D-Dur – nur selten im Konzertsaal zu hören ist.