Lalu lalu lalu lalu la! - Francisco Coll über das Kammermusikkonzert am 15. Juni 2019

Lalu lalu lalu lalu la! - Francisco Coll über das Kammermusikkonzert am 15. Juni 2019

“Mein Konzertprogramm soll die Leute abholen und mitnehmen"

"Als Komponist wollte ich natürlich zeitgenössische Musik zeigen. Dass ich mehrere meiner eigenen Werke auf das Programm setze, war Patricia Kopatchinskajas Idee. Daneben hören wir nun Musik von George Benjamin, den ich aus London kenne, und von meinem Mentor, Lehrer und Freund Thomas Adès.

Mein Stück Rizoma entstand im Auftrag von Patricia Kopatchinskaja, und sie hat es letztes Jahr zusammen mit Sol Gabetta uraufgeführt. Diese Miniature ist mit meinem neusten Werk verbunden, dem Doppelkonzert für Violine, Cello und Orchester Les Plaisirs Illuminés, das Patricia, Sol und die CAMERATA BERN am 16. Juni im Kursaal zur Uraufführung bringen werden. Eine Uraufführung gibt es auch bereits im Kammermusikkonzert."

 

"Das LalulaLied! habe ich für Patricia Kopatchinskaja und Käthi Steuri geschrieben"

"Für mich war dieses Jahr als Composer in Residence der CAMERATA BERN unglaublich und einzigartig. Heute ist es für einen Komponisten selten, dass er mit seinem Auftraggeber in so engem Austausch steht. Hier war dies der Fall, und ich fühle mich sehr wohl in dieser Gruppe. Danke!”

 

"Die Hyperludes schlagen den Bogen zu meiner Bekanntschaft mit Patricia Kopatchinskaja"

“Die fünf Hyperludes sind kurze Stücke für Solo-Violine, sozusagen zeitgenössische Partiten. Sie schlagen den Bogen zum Anfang meiner Bekanntschaft mit Patricia, denn am Tag, an dem wir uns kennen lernten, spielte sie eines dieser Stücke. Das fünfte Hyperlude hören wir in der Fassung für Streichquartett, denn ich wollte möglichst viele verschiedene Farben ins Spiel bringen."

 

"Dem Berner Publikum die Gelegenheit geben, seine Musik zu entdecken"

"viola-viola von George Benjamin ist - wie der Name verrät - für zwei Bratschen geschrieben, doch es gibt Stellen, da hat man den Eindruck, man höre ein ganzes Streichquartett. Ein beeindruckendes und ausserordentlich expressives Stück!” 

 

“Thomas Adès ist in der Schweiz wenig bekannt, deshalb will ich dem Berner Publikum die Gelegenheit geben, seine Musik zu entdecken. Die zwei Stücke, die wir von ihm hören, sind beide wahnsinnig schwierig. Im Klavierquintett spielt teilweise jede Stimme in einem eigenen Metrum… verrückt!

 

Ich hoffe, die Musiker werden mich nicht umbringen dafür, dass ich dieses Stück ausgewählt habe…”