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Vivaldis Freunde

Sunday07. February 2021 5.00 PM Zentrum Paul Klee Bern
Konzerteinführung 16.15 Uhr

Vivaldis Freunde

Sergio Azzolini — Bassoon and Artistic Director

Programm «Vivaldis Freunde»

Johann Anton Reichenauer (1694–1730)
Ouvertüre in B-Dur für zwei Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo
Ouvertüre / Bouree / Menuet / Adagio / Allegro / Polonese

Johann Anton Reichenauer
Konzert in g-Moll für Fagott, Streicher und Basso continuo
Allegro / Adagio / Allegro

***

Antonio Vivaldi (1678–1741) 
Konzert in D-Dur RV 564a für zwei Violinen, zwei Oboen, Fagott, Streicher und Basso continuo, arrangiert von Johann Georg Pisendel

Johann Georg Pisendel (1687–1755) 
Konzert in Es-Dur für zwei Oboen, zwei Fagotte, Streicher und Basso continuo
Non tanto Allegro, e sostenuto / Andante / Allegro

Johann Friedrich Fasch (1688–1758)
Concerto in c-Moll FWV L:c2 für Fagott, zwei Oboen, Streicher und Basso continuo
Allegro / Largo / Allegro

 

Über «Vivaldis Freunde»

Wussten Sie, wem Antonio Vivaldi seine «Vier Jahreszeiten» widmete? Das Werk galt dem böhmischen Aristokraten Graf Wenzel von Morzin. Der Einfluss der Grafen von Morzin auf das Musikleben im 18. Jahrhundert war gross, ihr Hof war Talentschmiede, Karrieresprungbrett und Hotspot für Musiker und Komponisten zugleich. Vivaldi, Haydn, aber auch der böhmische Komponist Johann Anton Reichenauer und der deutsche Johann Friedrich Fasch gehörten bisweilen zur internationalen Entourage der Grafen Morzin. Dass dieser Austausch in gegenseitiger musikalischer Inspiration fruchtete, erstaunt also kaum.

Vom Hof der Morzin in die weite Welt der Musik verschlug es einige. Doch auch im 18. Jahrhundert war diese Welt verbunden – man traf sich in Venedig, Dresden, Prag. So traf Reichenauer an der Dresdner Hofkapelle auf den damaligen Kapellmeister Johann Georg Pisendel. Dieser wiederum hatte sich auf einer ausgedehnten Italienreise mit Vivaldi befreundet.

Was die Barockmusik wohl ohne diesen regen persönlichen und musikalischen Austausch geworden wäre? Das heutige Programm jedenfalls wäre undenkbar.