Wir gratulieren Suyeon Kang zu ihrem erfolgreichen Abschlusskonzert im Konzerthaus Berlin!

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Patricia Kopatchinskaja

Die Vielseitigkeit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja zeigt sich in einem vielfältigen Repertoire: Es reicht von Barock und Klassik - oft gespielt auf Darmsaiten - bis hin zu neuen Auftragsarbeiten und Neuinterpretationen moderner Meisterwerke.

Kopatchinskajas Saison 2017/18 begann mit der Uraufführung ihres inszenierten Konzerts «Dies Irae» beim Lucerne Festival, wo sie «artiste étoile» war. «Dies Irae» ist ihr zweites derartiges Programm nach dem Erfolg von «Bye Beethoven» mit dem Mahler Chamber Orchestra im Jahr 2016. Es verwendet Werke aus Gregorianik und Frühbarock bis hin zu solchen von Giacinto Scelsi und Galina Ustwolskaja. Die nordamerikanische Premiere wird im Juni 2018 beim Ojai Festival in Kalifornien stattfinden, wo Patricia als Music Director amtet, später kommt auch eine Aufführung im Londoner Southbank Centre.

György Ligetis Violinkonzert ist wieder Bestandteil der Kopatchinskaja-Saison - sie wird es mit dem Mahler Chamber Orchestra beim Enescu Festival in Bukarest unter Rafael Payare, sowie dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI spielen und mit dem Aurora Orchestra unter Nicholas Collon im Londoner Southbank Centre, wo sie auch Ligetis Horntrio mit Pierre-Laurent Aimard und Marie-Luise Neunecker aufführen wird. Mit dem Stravinsky Violinkonzert ging sie mit dem London Philharmonic Orchestra unter Alain Altinoglu auf Europatournée und spielt es auch mit Gustavo Gimeno und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra. Zu einer erneuten Zusammenarbeit kam es mit Teodor Currentzis und dem Tonhalleorchester Zürich in Bergs Violinkonzert.

Zu den Höhepunkten der letzten Saison gehörten Residenzen auf vier großen europäischen Bühnen und Festivals: im Konzerthaus Berlin, beim Lucerne Festival, in der Londoner Wigmore Hall und beim Kissinger Sommer. Sie unternahm auch große europäische Tournéen mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Gustavo Gimeno und mit den Wiener Symphonikern und Musica Aeterna unter der Leitung von Teodor Currentzis. Sie spielte Ligetis Violinkonzert mit Sir Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern, mit der Filharmonica della Scala unter Andrés Orozco-Estrada und dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester unter Jukka-Pekka Saraste. Sie debütierte auch mit den Göteborger Symphonikern und Peter Eötvös mit seinem Violinkonzert DoReMi. Während ihrer regelmäßigen Zusammenarbeit mit dem London Philharmonic Orchestra trat sie mit ihnen in London und New York unter der Leitung von Vladimir Jurowski auf. Ab der Konzertsaison 2018/19 ist Patricia Kopatchinskaja künstlerische Leiterin der CAMERATA BERN.

Kammermusik ist für Kopatchinskaja von immenser Bedeutung. Regelmässig tritt sie mit Künstlern wie Markus Hinterhäuser, Polina Leschenko, Anthony Romaniuk und Jay Campbell auf. Dies an so bedeutenden Veranstaltungsorten wie dem Berliner Konzerthaus, der Londoner Wigmore Hall, dem Wiener Konzerthaus und dem Concertgebouw Amsterdam. Sie ist auch künstlerischer Partner des Saint Paul Chamber Orchestra und tritt regelmäßig mit dem Ensemble auf, sowohl in Saint Paul als auch international. Im November 2016 unternahmen sie im Zusammenhang mit der neuen CD-Aufnahme von Schuberts «Tod und das Mädchen» eine Europatournee. 2017/18 war sie mit dem Cellisten Jay Campbell in einem eklektischen Programm in der New Yorker Armory und eine Recitaltournée mit Polina Leschenko führt sie durch Europa, einschließlich der Londoner Wigmore Hall, dem Berliner Boulez Saal und dem Wiener Konzerthaus.

Die CD-Aufnahmen aus der letzten Zeit umfassen ein Album von Kanchelis Musik mit Gidon Kremer und der Kremerata Baltica bei ECM; eine CD mit Duos «TAKE TWO» bei Alpha Classics; Aufnahmen von Schumanns Violinkonzert und seiner Fantasie mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Heinz Holliger bei Audite und Tschaikowskys Violinkonzert mit Teodor Currentzis und Musica Aeterna erschienen bei Sony. Kopatchinskajas CD für Naïve Classique mit Konzerten von Bartók, Ligeti und Peter Eötvös gewann den Gramophone Recording of the Year Award 2013, einen ECHO Klassik Award und eine Grammy-Nominierung 2014. Ihre zweite Veröffentlichung für Alpha Classics, Death and the Maiden, gewann kürzlich einen Grammy in der Kategorie "Beste Kammermusik / kleines Ensemble". Ihr letztes Album, Deux, das im Februar 2018 für Alpha veröffentlicht wurde, wurde mit der Rezitalpartnerin Polina Leschenko aufgenommen. Das Duo erkundet gemeinsam Werke von Ravel, Poulenc, Bartok und Dohnányi und erhielt begeisterte Besprechungen vom Gramophone Magazine und von Norman Lebrecht.