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Käthi Steuri

Kontrabass

Mitglied seit 1993

Käthi Steuri, Kontrabass

 

Wie kommt es, dass du Kontrabass spielst?
Als Mädchen spielte ich mit der Geige in unserem Schulorchester mit. Leider fehlte dort aber ein Kontrabass, sodass mein Vater, der dieses Ensemble leitete, ein entsprechendes Instrument organisierte. Während er vergeblich darauf hoffte, dass sich ein älterer Schüler dafür interessieren würde, lag dieser Bass zu meiner Freude bei uns zuhause auf dem Gästebett. Bald darauf durfte ich trotz Widerstand meiner Verwandten («Das ist doch kein Instrument für ein Mädchen.») mit dem Unterricht beginnen. Von Anfang an konnte ich im Orchester mitspielen, mein Vater schrieb mir immer eigene Noten je nach Stand meiner Fortschritte. So konnte ich schon früh erfahren, was für mich bis heute die Faszination dieses Instruments ausmacht: Das Zusammenspiel mit anderen und einer Gruppe die Basis geben.

Wie kommt es, dass du Musikerin geworden bist? 
Auf das Gefühl, mit anderen zusammen Musik zu machen und als Fundament zu agieren, konnte ich bald nicht mehr verzichten. Das hat meinen Plänen für ein Studium der Romanistik und dem Wunsch nach einer Zukunft als Bäuerin einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Gibt es etwas, was kaum jemand über dich weiss?
Ja, das gibt es. Und damit das so bleibt, verrate ich es auch hier nicht.


Über Käthi Steuri 
Der Fokus der vielseitigen Berner Kontrabassistin lag schon früh auf der Kammermusik. Nach den Studien in Bern und Genf begann eine rege Konzerttätigkeit mit verschiedenen Kammerensembles wie z. B. Camerata Lysy Gstaad der Internationalen Menuhin Music Academy. Als willkommene Abwechslung diente die Aushilfstätigkeit in Sinfonieorchestern. Parallel dazu übte sie auch langjährig Lehrtätigkeiten an verschiedenen Musikschulen aus. Weiterer Schwerpunkt ist die Neue Musik: Sie war unter anderem über zwanzig Jahre Mitglied des Collegium Novum Zürich und pflegte eine rege Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponist*innen. Nebst ihrer Tätigkeit bei der CAMERATA BERN ist sie Mitglied beim Orchestre de Chambre Fribourgeois und dem Berner Kammerorchester und heute vor allem als Kammermusikerin gefragt