Spiez
Violine Sonja Starke
Violine Anna Puig Torné
Viola Thomas Kaufmann
Cello
Haydn, Schumann, Volksmusik
Bartók, Kodály/Veress, Mendelssohn und PatKop
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Violinkonzert in d-Moll MWV 03
PatKop (*1977)
Danses Macabres für Violine, Streicher und Perkussion
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Zoltán Kodály (1882–1967)
Marosszéker Tänze für die CAMERATA BERN bearbeitet von Sándor Veress
Béla Bartók (1881–1945)
Divertimento für Streichorchester Sz.113 BB.118
Programm mit Pause
Dauer: ca. 2 Stunden
Es ist ein Werk voller jugendlicher Energie und emotionaler Unmittelbarkeit: Das Violinkonzert in d-Moll schrieb Felix Mendelssohn mit gerade einmal 13 Jahren. Für Artistic Partner Patricia Kopatchinskaja ist es weit mehr als ein Jugendwerk; es ist eine Herzensangelegenheit. «Solange ich mich bewegen kann, werde ich dieses Konzert spielen», sagt sie. «Weil es eine Unterhaltung mit einem Menschen ist, der noch nicht genau weiss, aber unendlich viel spürt, und der diesem Spüren angst- und bedenkenlos nachrennt.»
Kopatchinskaja steuert dem Programm auch eine eigene, neue Komposition bei. Ihre Danses Macabres knirschen mit den Zähnen. Man hört die Skelette rasseln, und der lachende Tod hat sich eine starre Maske aufgesetzt: makabere Tänze für eine makabere Zeit. Dem setzt Sándor Veress’ Bearbeitung von Zoltán Kodálys Marosszéker Tänze eine, wenn auch melancholisch eingefärbte, Vitalität entgegen.
Musik eines erholsamen Sommers im Schweizer Chalet seines Mäzens Paul Sacher ist Béla Bartóks Divertimento. Viel tänzerisch Beschwingtes ist darin zu finden, mit ungarischem rumänischem, aber auch wienerischem Anklang. Nur der Mittelteil, ein Trauermarsch, besinnt sich der Kehrseite solcher Ausgelassenheit.