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Zeit & Ewigkeit

Sa, 8. Sept 2018 19:30 Uhr Bern, Französische Kirche Patricia Kopatchinskaja
Konzept, Leitung und Violine

Werke von Zorn, Hartmann, Martin, Fiser und De Machaut

Programm

John Zorn (*1953)
Kol Nidre

Karl Amadeus Hartmann (1905 – 1963) ​
Concerto funebre for violin and strings
Introduktion. Largo / Adagio / Allegro di molto / Choral. Langsamer Marsch

Anton Arkhangelsky (1854 – 1915) / Nikolay Ikonikov
«You fell victim to a fateful struggle» (Вы жертвою пали)

Guillaume de Machaut (1300 – 1377) ​
Messe de Notre-Dame – Kyrie

Frank Martin (1890 – 1974)
Polyptyque for violin and two small string orchestras
Image des Rameaux / Image de la Chambre haute / Image de Judas / Image de Géthsémané / Image du Jugement, Image de la Glorification

Luboš Fišer (1935 – 1999)
Crux for violin, kettle drums and bells

Guillaume De Machaut
Messe de Notre-Dame – Gloria

Über das Programm

Im Zentrum des Programms »Zeit und Ewigkeit« steht das »Concerto funebre«, in welchem Karl Amadeus Hartmann sich 1939 gegen den nationalsozialistischen Terror auflehnte.
Einleitend zitiert er im Geigensolo das Hussitenlied von 1420 »Die Ihr Gottes Streiter seid« als Reverenz an die überfallene Tschechische Nation. Abschliessend zitiert Hartmann den Trauermarsch aus der erfolglosen bolschewistischen Revolution von 1905 »Unsterbliche Opfer ihr sanket dahin«, mit dem er den durch die Nazis ermordeten Vertretern der Linken gedenkt. John Zorns »Kol Nidrei« repräsentiert die Volksgruppe, die damals am meisten zu leiden hatte. Nach diesem irdischen Jammertal bleibt allenfalls Hoffnung auf Erlösung im Jenseits: Frank Martin fand die Inspiration für sein Geigenkonzert »Polyptyque« in der Passionsgeschichte, wie sie Ducca di Boninsegna um 1300 auf dem Altar Maesta in Siena gemalt hatte. Den musikalischen Bezug zur Zeit von Boninsegna suchen wir wir mit Guillaume de Machauts »Kyrie und Gloria«. Da Frank Martin das zentrale Kreuzigungsbild des Altars nicht vertont hat, setzen wir dafür Lubos Fisers lapidare Komposition »Crux« für Geige, Schlagzeug und Glocken ein.

Nach dem Konzert:

Nachklang auf der Bühne mit Patricia Kopatchinskaja und Ensemblemitgliedern.
Moderation: Gabriela Kägi

Uraufführungen: S.M.S. für Streichquartett und Pauken

1. DANIEL HESS (*1965) Zürich – Tanz der Satyrn

2. MATEO SOTO (*1972) Cartagena, Spanien  Canticle

3. PÉTER TORNYAI (*1987) Szeged, Ungarn   Franz




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